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	<title>Rasende Reporterin&#187; Cradle to Cradle</title>
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	<description>Denk selbst! Sonst wirst du gedacht</description>
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		<title>&#8220;Wir sind nicht zu viele &#8211; Wir sind nur zu blöd!&#8221; Vortrag von Prof. Braungart 2014, Dillenburg</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Mar 2014 10:28:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Cradle to Cradle]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Vortrag „Cradle to Cradle &#8211; von Produkten, die der Umwelt nützen“ erläutert Prof. Michael Braungart seine Idee einer in geschlossenen Kreisläufen stattfindenden Produktionsweise – eben von der Wiege zur Wiege. Dahinter versteckt sich nicht weniger als ein Paradigmenwechsel: Die Befreiung vom ewigen Schuldgefühl der Menschheit im Sinne der Nachhaltigkeitsdiskussion, hin zu „intelligenter Verschwendung“, denn &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://blog.rasendereporterin.de/?p=1173">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Vortrag „Cradle to Cradle &#8211; von Produkten, die der Umwelt nützen“ erläutert Prof. Michael Braungart seine Idee einer in geschlossenen Kreisläufen stattfindenden Produktionsweise – eben von der Wiege zur Wiege. Dahinter versteckt sich nicht weniger als ein Paradigmenwechsel: Die Befreiung vom ewigen Schuldgefühl der Menschheit im Sinne der Nachhaltigkeitsdiskussion, hin zu „intelligenter Verschwendung“, denn auch die Natur kennt keine Abfälle – nur Nährstoffe! </strong></p>
<p><iframe width="620" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/SlNG8A7fUfE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;"><strong><span id="more-1173"></span></strong></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">Am 12.03.2014 präsentiert der Chemiker und Verfahrenstechniker den anwesenden Unternehmern in der IHK Lahn Dill seine Denkansätze. </span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">Er zeigt auf, warum unsere aktuelle Definition von Umweltschutz durch Sparen, Verzichten und Vermeiden diesen Namen nicht verdient. Es leuchtet ein, dass unser ständiger Versuch, weniger schädlich zu sein nicht ausreicht, denn dann verläuft die Zerstörung nur langsamer und damit gründlicher. <span style="color: #00000a;">„Wenn Sie etwas falsch machen, dann machen Sie es bitte nicht perfekt, sonst machen Sie es perfekt falsch. </span><span style="color: #00000a;">Wir sollten uns nicht fragen</span><span style="color: #00000a;">: Wie </span><span style="color: #00000a;">m</span><span style="color: #00000a;">achen wir das richtig, sondern: Was ist das Richtige?“ </span><span style="color: #00000a;">konstatiert</span><span style="color: #00000a;"> Braungart. </span><span style="color: #00000a;">Es geht hier gerade nicht darum die Ökoeffizienz immer weiter zu steigern, sondern um Ökoeffektivität.</span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: #00000a;">Sein Ansatz ist es , alle Gegenstände </span><span style="color: #00000a;">von Anfang an</span><span style="color: #00000a;"> so zu produzieren, dass sie nützlich für Mensch und Planet sind. </span><span style="color: #00000a;">Nicht weniger schädlich. </span><span style="color: #00000a;">Dass das geht, zeigen bereits über 1000 Produkte, die nach dem C2C-Prinzip hergestellt werden: </span><span style="color: #00000a;">luftreinigende Farben und Beton</span><span style="color: #00000a;">; Teppichböden, die Feinstäube binden; </span><span style="color: #00000a;">kompostierbare </span><span style="color: #00000a;">Stoffe für Einrichtungsgegenstände,</span><span style="color: #00000a;"> Kleidung und Schuhe </span><span style="color: #00000a;">usw. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: #00000a;">Bei „Cradle to Cradle“ handelt es sich um Wertschöpfungskreisläufe, nicht um Wertschöpfungsketten an deren Ende die Müllverbrennung steht (Cradle to Grave). </span><span style="color: #00000a;">Das funktioniert, indem alle </span><span style="color: #00000a;">Ve</span><span style="color: #00000a;">r</span><span style="color: #00000a;">brauchsgüter in biologischen und alle Gebrauchsgüter in technischen Kreisläufen zirkulieren. </span><span style="color: #00000a;">Hierdurch werden </span><span style="color: #00000a;">gleich </span><span style="color: #00000a;">zwei </span><span style="color: #00000a;">globale</span><span style="color: #00000a;"> Probleme gelöst: Ressourcenknappheit und Umweltverschmutzung. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: #00000a;">Nach Braungart haben wir nur ein Überbevölkerungsproblem, wenn wir weiterhin </span><span style="color: #00000a;">wirtschaften und produzieren, wie bisher.</span><span style="color: #00000a;"> Er resümiert: „Wir s</span><span style="color: #00000a;">ind </span><span style="color: #00000a;">nicht </span><span style="color: #00000a;">zu viele. Wir sind nur zu blöde!“</span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;"><strong><span style="color: #00000a;">Mein persönlicher </span><span style="color: #00000a;">Kommentar</span></strong></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: #00000a;">Diese neuen Denkansätze empfinde ich als sehr inspirierend. Wie schön wäre doch ein</span><span style="color: #00000a;">e</span><span style="color: #00000a;"> Welt ohne Müll, ohne Ressourcenverbrauch und damit ohne schlechtes Gewissen den kommenden Generationen gegenüber! Auch die gesellschaftlichen Auswirkungen </span><span style="color: #00000a;">wären revolutionär und </span><span style="color: #00000a;">sind kaum ausmalbar. Weshalb sollten Menschen noch neidisch oder gierig sein, wenn es doch alles zu Genüge gäbe? </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: #00000a;">Bezüglich der biologischen Kreisläufe von Verbrauchsgegenständen und in der Landwirtschaft </span><span style="color: #00000a;">bin ich voll und ganz bei Prof. Braungart. Dies ist ein Thema was mich schon lange beschäftigt, </span><span style="color: #00000a;">hierzu werden noch weitere Beiträge folgen. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: #00000a;">Alle Gebrauchsartikel sollen nach Braungart in einen technischen Kreislauf zurückgeführt werden. Damit dies auch gewährlei</span><span style="color: #00000a;">s</span><span style="color: #00000a;">tet werden kann, soll </span><span style="color: #00000a;">bei</span><span style="color: #00000a;"> Gebrauchsgegenstände</span><span style="color: #00000a;">n</span><span style="color: #00000a;"> wie Fenster</span><span style="color: #00000a;">n</span><span style="color: #00000a;">, Computer</span><span style="color: #00000a;">n</span><span style="color: #00000a;"> oder </span><span style="color: #00000a;">Fernsehern nur deren Nutzung verkauft werden. Nach Ablauf der vereinbarten Nutzungsdauer gehen die Produkte wieder an den Hersteller zurück. </span><span style="color: #00000a;">Da stellt sich doch gleich die Frage nach der Abschaffung von Eigentum. Ich sehe die Theorien bezüglich einer sogenannten Zugangsgesellschaft, in der lediglich noch der Gebrauch zu erwerben und kein Eigentum mehr möglich ist, </span><span style="color: #00000a;">sehr </span><span style="color: #00000a;">kritisch. </span><span style="color: #00000a;">Denn es droht meiner Ansicht nach eine vollkommene Abhängigkeit von Konzernen. Man betrachte einfach nur das Cloud-Computing und Softwareprogramme, bei denen nur noch die Lizenzen erworben werden können – Datenhoheit adé! </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><a href="http://www.cashkurs.com/kategorie/cashkurs-tv/beitrag/ck-tv-interview-mit-prof-dr-michael-braungart-ueber-cradle-to-cradle-die-revolution-der-produkt/" target="_blank">Im Interview, das ich im Anschluß an den Vortrag für cashkurs.com geführt habe</a><span style="color: #00000a;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">, e</span></span></span><span style="color: #00000a;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">n</span></span></span><span style="color: #00000a;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">t</span></span></span><span style="color: #00000a;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">gegnet </span></span></span><span style="color: #00000a;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">Prof. Braungart, dass Menschen oft nur </span></span></span><span style="color: #00000a;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">aus Angst vor Mangel nach Eigentum streben. Wenn es aber dank einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft keinen Mangel mehr gäbe, würde der Mensch automatisch bescheidener und weniger raffgierig, so dass </span></span></span><span style="color: #00000a;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;">Eigentum nicht mehr so wichtig und der Besitz völlig ausreichend wäre. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: #00000a;">Ja, das klingt doch wirklich mal nach einer schönen neuen Welt. Einer Welt mit qualitativem Wachstum. Leider ist unser Geldsystem aber auf exponentielles Wachstum ausgelegt und solange die Machtstrukturen auf diesem Planeten in der aktuellen Form bestehen, bezweifle ich eine Abkehr davon. Aber ich l</span><span style="color: #00000a;">a</span><span style="color: #00000a;">sse mich gerne ein</span><span style="color: #00000a;">e</span><span style="color: #00000a;">s Besseren belehren. Die Ideen von Prof. Braungart geben mir jedenfalls eine Menge „food for thoughts“&#8230; </span></span></span></p>
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